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Germany Warns Citizens to
Avoid Using Wi-Fi Wireless, Technologies

Environment Ministry's verdict on the health risks from
wireless technology puts the British government to shame.

GEOFFREY LEAN / The Independent (UK) 9sep2007

[Text of ruling in German below. | More on EMF]

 

People should avoid using Wi-Fi wherever possible because of the risks it may pose to health, the German government has said. 

Its surprise ruling – the most damning made by any government on the fast-growing technology – will shake the industry and British ministers, and vindicates the questions that The Independent on Sunday has been raising over the past four months.

And Germany's official radiation protection body also advises its citizens to use landlines instead of mobile phones, and warns of "electrosmog" from a wide range of other everyday products, from baby monitors to electric blankets.

The German government's ruling – which contrasts sharply with the unquestioning promotion of the technology by British officials – was made in response to a series of questions by Green members of the Bundestag, Germany's parliament.

The Environment Ministry recommended that people should keep their exposure to radiation from Wi-Fi "as low as possible" by choosing "conventional wired connections". It added that it is "actively informing people about possibilities for reducing personal exposure".

Its actions will provide vital support for Sir William Stewart, Britain's official health protection watchdog, who has produced two reports calling for caution in using mobile phones and who has also called for a review of the use of Wi-Fi in schools. His warnings have so far been ignored by ministers and even played down by the Health Protection Agency, which he chairs.

By contrast the agency's German equivalent – the Federal Office for Radiation Protection – is leading the calls for caution.

Florian Emrich, for the office, says Wi-Fi should be avoided "because people receive exposures from many sources and because it is a new technology and all the research into its health effects has not yet been carried out".

source: 12sep2007


Deutscher Bundestag                         Drucksache 16/6117
16. Wahlperiode                                23. 07. 2007

Antwort
der Bundesregierung

auf die Kleine Anfrage der Abgeordneten Sylvia Kotting-Uhl, Cornelia Behm, Hans-Josef Fell, weiterer Abgeordneter und der Fraktion der BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN – Drucksache 16/6022 –

Strahlenbelastung durch drahtlose Internet-Netzwerke (WLAN) Vorbemerkung der Fragesteller

Drahtlosnetzwerke haben in den letzten Jahren eine starke Verbreitung erfah- ren. Bereits 2005 wurden in der Europäischen Union mehr Notebooks als Desktop-Rechner verkauft, die meisten davon mit eingebautem WLAN-Chip. Öffentliche und kommerzielle WLAN-Access-Points mit Internet-Anbindung, so genannte „Hot Spots“, ermöglichen an vielen Orten den Zugriff auf das weltweite Datennetz. WLAN ist für viele eine willkommene Alternative zum Kabelsalat, der in mancher Firma und in manchem Privathaushalt durch die Netzwerkinstallation entstanden ist. Weitere Vorteile sind: WLANs sind schnell zu installieren, decken eine große Fläche ab und arbeiten kostengüns- tig. Auch dieses sind Gründe, warum im privaten Bereich mehr und mehr die drahtlosen Netzwerke Einzug finden.

Das Marktvolumen des WLAN-Hardwaremarktes stieg laut IDC (International Data Corporation) allein in Deutschland vom Jahr 2003 mit einem Volumen von 144 Mio. US-Dollar auf 313,9 Mio. US-Dollar im Jahr 2004, dies ist eine Steigerung von 118 Prozent.

Die von WLAN-Geräten benutzten Funkfrequenzen liegen um 2,4 GHz bzw. 5,4 GHz, also im Mikrowellenbereich. Ihre Reichweite kann unter bestimmten Voraussetzungen mehrere hundert Meter betragen. Auch durch diese Technik entstehen, ebenso wie bei der Mobilfunktechnik, hochfrequente elektromagne- tische Felder. Sie sind somit, ebenso wie die Mobilfunktechnik, Gegenstand von kontroversen Auseinandersetzungen im Hinblick auf die gesundheitlichen Auswirkungen.

Zwar gibt es nach mehreren Studien, u. a. des Bundesamts für Strahlenschutz, nach dem aktuellen Stand der Wissenschaft keinen Nachweis, dass innerhalb der gesetzlichen Grenzwerte der effektiven Strahlungsleistung eine gesund- heitliche Gefährdung besteht. Allerdings ist ebenso wie beim Mobilfunk eine abschließende Bewertung noch nicht erfolgt. Das Bundesamt für Strahlen- schutz empfiehlt in seiner Antwort auf eine Anhörung des Bayerischen Land- tages, dass im Zuge der die Grenzwertregelung ergänzenden Vorsorgemaßnah-

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Die Antwort wurde namens der Bundesregierung mit Schreiben des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit vom 20. Juli 2007 übermittelt. Die Drucksache enthält zusätzlich – in kleinerer Schrifttype – den Fragetext.


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men auch im Zusammenhang mit WLAN kabelgebundene Alternativen vorzu- ziehen sind (Anhörung des Ausschusses für Umwelt und Verbraucherschutz des Bayerischen Landtages zum Thema „Einfluss des Mobilfunks auf die menschliche Befindlichkeit“ am 7. Dezember 2006). Auch sei die Frage nach der altersabhängigen Energieaufnahme und Energieverteilung noch nicht be- friedigend beantwortet. Diese Aussagen bewegten den Bayerischen Landtag, eine Empfehlung an die Schulen herauszugeben, in dem die Schulen aufgefor- dert werden, möglichst auf WLAN zu verzichten. Zu einer ähnlichen Empfeh- lung kommt Professor Lawrie Challis, Leiter des britischen Forschungspro- gramms zu Mobiltelekommunikation und Gesundheit laut einer Meldung in FOXNews vom 4. Mai 2007. Er hatte dort geäußert, dass Kinder einen Sicher- heitsabstand zu den eingebauten Antennen in WiFi-aktiven (Wireless Fidelity) Laptops wahren sollten, bis weitere Forschung durchgeführt worden ist.

1. Welche (Teil-)Studien zu WLAN wurden im Deutschen Mobilfunk- forschungsprogramm durchgeführt, und zu welchen Ergebnissen sind diese Studien gekommen?

Zum Thema WLAN wurden im Rahmen des Deutschen Mobilfunk Forschungs- programms die Studien „Bestimmung der Exposition bei Verwendung kabel- loser Übermittlungsverfahren im Haushalt und Büro“ und „Bestimmung der realen Feldverteilung von hochfrequenten elektromagnetischen Feldern in der Umgebung von Wireless LAN-Einrichtungen (WLAN) in innerstädtischen Ge- bieten“ durchgeführt.

Es wurden folgende Ergebnisse erzielt:

2. Plant die Bundesregierung Studien, um die altersabhängige Energieauf- nahme und Energieverteilung zu untersuchen?

Ja.


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3. Wenn ja, in welchem Rahmen, und wenn nein, warum nicht?

Aufbauend auf der im Rahmen des Deutschen Mobilfunk Forschungspro- gramms (DMF) bearbeiteten „Machbarkeitsstudie zur Untersuchung alters- abhängiger Wirkungen hochfrequenter elektromagnetischer Felder auf der Basis relevanter biophysikalischer und biologischer Parameter“ wird derzeit eine ent- sprechende Hauptstudie durchgeführt.

Darüber hinaus wird aus UFOPLAN- Mitteln des Bundesministeriums für Um- welt, Naturschutz und Reaktorsicherheit in einem weiteren Forschungsvorhaben derzeit die „Numerische Bestimmung der Spezifischen Absorptionsrate bei Ganzkörper Exposition von Kindern“ untersucht.

4. Welchen Anteil haben die WLAN-Netzwerke an der durchschnittlichen Exposition der Bevölkerung?

Von sogenannten WLAN-Hot-Spots in öffentlich zugänglichen Bereichen geht für die allgemeine Bevölkerung derzeit nur eine geringe zusätzliche Exposition aus. Im beruflichen und privaten Umfeld eingesetzte WLAN-Netzwerke können aber die Expositionen anderer Funkdienste durchaus dominieren, wenn ein ent- sprechender Abstand zum Sender (Access Point oder Endgerät) unterschritten wird.

5. Welche Vorsorgemaßnahmen werden in der Bundesregierung und/oder in anderen EU-Staaten getroffen, um die Belastung der Bevölkerung durch WLAN möglichst gering zu halten?

Direkte Vorsorgemaßnahmen werden von der Bundesregierung nicht getroffen. Die Bundesregierung empfiehlt allgemein, die persönliche Strahlenexposition durch hochfrequente elektromagnetische Felder so gering wie möglich zu hal- ten, d. h. herkömmliche Kabelverbindungen zu bevorzugen, wenn auf den Ein- satz von funkgestützten Lösungen verzichtet werden kann.

Über Maßnahmen anderer EU-Staaten ist der Bundesregierung nichts bekannt.

6. Wie hoch sind die Wachstumsraten von öffentlichen und kommerziellen WLAN-Access-Points in Deutschland in den letzten Jahren?

Hierzu liegen der Bundesregierung keine konkreten aktuellen Zahlen vor.

Nach den Angaben im Tätigkeitsbericht 2004/2005 der Bundesnetzagentur gab es zum Beispiel im Jahr 2004 rund 6 000 öffentlich zugängliche WLAN-Hot- Spots, die durch zahlreiche nicht-öffentliche WLANs ergänzt wurden.

Ende 2006 gab es in Deutschland rund 9 000 öffentliche WLAN-Hot-Spots, ge- genüber rund 8 000 Hot-Spots Ende 2005. Die Wachstumsrate lag im Jahr 2006 bei ca. 13 Prozent.

7. Wie hoch ist die Abdeckung in Deutschland mit WLAN?

Die Bundesregierung hat darüber keine Informationen; eine Abdeckungsrate für Deutschland kann nicht definiert werden.

Frequenzen für WLAN-Anwendungen in den Bereichen 2,4 GHz und 5,8 GHz sind mittels Allgemeinzuteilung dem Markt zur Verfügung gestellt worden. WLAN ist örtlich z. B. in Flughafen- oder Bahnhofsgebäuden, gelegentlich


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auch an öffentlichen Plätzen, Internet-Cafés usw. zu finden. Es gibt auch Mo- delle, nach denen private Hot-Spots in Form eines lokalen Netzwerks nutzbar gemacht werden sollen.

8. Hat die Bundesregierung in der Vergangenheit Kommunen unterstützt um Drahtlosnetze einzurichten oder plant die Bundesregierung dieses für die Zukunft?

Die Bundesregierung verweist für den Zugang zur Breitbandkommunikation auf alle technischen Möglichkeiten.

9. Wie beurteilt die Bundesregierung das Modell der Nutzung von privaten WLAN-Netzen von Dienstleistern durch Kommunen?

Nach Auffassung der Bundesregierung ist die Entscheidung über die Nutzung von privaten WLAN Sache der Kommunen.

10. Hält die Bundesregierung die Empfehlung des Bayerischen Landtages, in Schulen möglichst auf WLAN zu verzichten und kabelgebundene Lösun- gen vorzuziehen, für richtig?

Die Frage, ob ein funkgestütztes WLAN-Netzwerk oder eine kabelgebundene Lösung in Schulen vorzuziehen ist, unterliegt einer individuellen Entscheidung. Die Bundesregierung gibt dazu keine Bewertung ab.

11. Wenn ja, wird die Bundesregierung diese Maßnahme auch anderen Bun- desländern empfehlen, und in welcher Weise wird dieses geschehen?

Siehe Antwort zu Frage 10.

12. Sind der Bundesregierung Messprogramme an Schulen bekannt, wenn ja, mit welchen Ergebnissen?

Der Bundesregierung sind keine Messprogramme an Schulen bekannt.

13. Wenn nein, sind der Bundesregierung geplante Aktivitäten in dieser Rich- tung bekannt, und hält die Bundesregierung Messprogramme an Schulen für sinnvoll?

Der Bundesregierung sind keine geplanten Aktivitäten in dieser Richtung be- kannt.

Die Bundesregierung erwartet derzeit keinen zusätzlichen Erkenntnisgewinn aus speziellen Messprogrammen an Schulen, da vergleichbare Szenarien in den in der Antwort zu Frage 1 genannten Studien untersucht wurden. Dabei lagen sowohl die gemessenen realen Feldverteilungen um WLAN-Hot-Spots als auch die unter Zugrundelegung ungünstigster Annahmen berechneten Maximalwerte unterhalb der bestehenden Grenzwerte.


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14. Welche Maßnahmen plant die Bundesregierung, um die Strahlenexposi- tion der Bevölkerung und hier besonders die der Kinder durch hochfre- quente elektromagnetische Felder zu verringern?

Die Bundesregierung ergreift bereits verschiedene Maßnahmen:

Die Bundesregierung prüft die Notwendigkeit weitergehender Maßnahmen vor dem Hintergrund des aktuellen wissenschaftlichen Kenntnisstandes laufend. Dabei werden auch die Ergebnisse der in der Antwort zu Frage 3 erwähnten For- schungsvorhaben berücksichtigt.

source: 86.9 kb PDF 12sep2007

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